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Aerosol-Löschanlagen & Aerosol-Löschsysteme – Stat-X® | Umbra FSP GmbH

 Aerosol-Löschanlagen sind die Brandschutzlösung der nächsten Generation – kompakt, wartungsarm und hochwirksam selbst in schwer zugänglichen Bereichen. Als autorisierter Distributor von Stat-X® (Fireaway Inc.) für Deutschland und ausgewählte europäische Länder vertreibt und unterstützt die Umbra FSP GmbH ein bewährtes Portfolio an Aerosol-Löschsystemen für den industriellen Brandschutz auf höchstem Niveau.

Wo herkömmliche Löschmittel wie Wasser, Löschschaum oder Pulver versagen oder zu erheblichen Sekundärschäden führen würden, bieten Aerosol-Löschanlagen eine zuverlässige Alternative. Ob in Maschinenräumen, Motorräumen, Schaltschränken, Windkraftanlagen oder Energiespeichersystemen – unsere Löschanlagen bekämpfen Brände effektiv, ohne wertvolle Anlagen, Elektronik oder Infrastruktur zu beschädigen.

Was sind Aerosol-Löschanlagen und wie funktionieren sie? 

Aerosol-Löschanlagen arbeiten auf Basis der Kondensataerosol-Technologie: Beim Auslösen des Systems erzeugt ein kompakter Aerosol-Generator durch eine exotherme Reaktion eines speziellen Wirkmittels eine ultrafeine Suspension aus hochionisierten Kaliumcarbonat-Partikeln und Stickstoffgas. Diese Mischung aus winzigen Partikeln (≤ 2 µm) und Gasen verteilt sich innerhalb von Sekunden gleichmäßig im gesamten Schutzbereich – ohne Rohrleitungen, ohne Druckbehälter, ohne Wasser.

Der Wirkmechanismus - chemische Inhibition auf molekularer Ebene

Die Löschwirkung der Aerosol-Löschanlage basiert auf einer chemischen Inhibition der Verbrennungsreaktion. Der Löschvorgang läuft in mehreren Schritten ab:

  • Das Aerosol füllt den geschützten Raum – die Kaliumcarbonat-Partikel gelangen direkt an den Brandherd.

  • Kalium-Radikale aus dem Aerosol-Löschmittel reagieren mit den freien Radikalen der Verbrennung.

  • Durch die Verbindung dieser Radikale wird die Verbrennungsreaktion auf molekularer Ebene unterbrochen.

  • Die unterbrochene Kettenreaktion kann die Verbrennung nicht mehr aufrechterhalten – das Feuer erlischt.

  • Zusätzlich absorbieren die Aerosol-Partikel thermische Energie und bilden beim Zerfall inerte Gase.

  • Winzige Partikel verbleiben nach dem Löschvorgang in Suspension und verhindern eine Wiederzündung.

Dieser Mechanismus macht Aerosol-Löschsysteme nach Gewicht zum effizientesten verfügbaren Löschmittel für geschlossene Gefahrenbereiche. Die Kombination aus chemischer Inhibition und physikalischer Wärmeabsorption auf molekularer Ebene bietet eine überlegene Löschwirkung, die von herkömmlichen Gasen nicht erreicht wird.

Aktivierung der Aerosol-Löschgeneratoren

Stat-X® Aerosol-Generatoren können auf drei Arten aktiviert werden:

 Elektrische Aktivierung: Integration in ein fest installiertes Löschsystem mit Branderkennung und Alarmsignal.

Thermische Aktivierung: Patentierter wärmeempfindlicher Thermokopf – erhältlich in drei Temperaturstufen. Keine externe Energieversorgung erforderlich.

Manuelle Aktivierung: Direktes Auslösen über ein Zugseil. Ideal für Bereiche, in denen eine manuelle Brandbekämpfung sinnvoll ist.

 Nach der Aktivierung entlädt der Generator ein ultrafeines Aerosol, das im gesamten Schutzvolumen in Suspension bleibt. Die Brandbekämpfung erfolgt automatisch – sowohl im überwachten Betrieb als auch in unbeaufsichtigten Anlagen.

Aufbau eines Stat-X® Aerosol-Löschsystems

Jede Stat-X® Aerosol-Löschanlage besteht aus den folgenden Kernkomponenten:

Edelstahlgehäuse: Das Herzstück jedes Generators ist ein robustes, isoliertes Edelstahlgehäuse, das alle inneren Komponenten sicher umschließt. Es ist mit einer nicht-permeablen Membran versiegelt, die die interne Integrität der Einheit selbst in feuchten und Hochtemperaturumgebungen dauerhaft gewährleistet – geprüft für Temperaturen von −40 °C bis +54 °C sowie bis zu 95 % relativer Luftfeuchtigkeit. Das Gehäuse schützt die Anlage über eine Betriebslebensdauer von bis zu 15 Jahren.

Aerosol-Generator (Aerosolgenerator):

Stat-X Aerosol-Löschgeneratoren Produktfamilie – Edelstahlgehäuse in Größen von 15E bis 2500E für verschiedene Schutzvolumen

Kompakte Einheit, die beim Auslösen das Aerosol-Löschmittel erzeugt. Kein Druckbehälter, keine Rohrleitungen notwendig.

Wirkmittel auf Kaliumsalz-Basis: Proprietäre Verbindung, die bei der Reaktion ultrafeine Kaliumsalz-Partikel – primär im 2-Mikrometer-Bereich – sowie sekundäre Inertgase erzeugt.

Aktivierungseinheit: 

Stat-X Aerosol-Löschgeneratoren Thermische Serie von 30T bis 1000MT – thermische Aktivierung ohne externe StromversorgungStat-X Fixed-System Thermische Serie von 30T bis 1000MT – stationäre Aerosol-Löschgeneratoren für feste BrandschutzanlagenStat-X EX Aerosol-Löschgeneratoren für explosionsgefährdete Bereiche – Serie von 60E bis 1000E mit IECEx und ATEX Zulassung

Elektrisch, thermisch oder manuell – je nach Anwendung und System.

Kühlblock und Auslassöffnungen: Sorgen für eine sichere, gleichmäßige Verteilung des Aerosols im Schutzbereich.

Diese schlanke Architektur macht Aerosol-Löschanlagen besonders für Bereiche mit eingeschränktem Platzangebot geeignet – dort, wo herkömmliche Löschanlagen mit Rohrleitungen und Druckbehältern nicht installiert werden können.

Technologie und Zertifizierungen

Stat-X® Aerosol-Löschsysteme sind von anerkannten internationalen Prüfstellen zertifiziert. Die Technologie erfüllt die Anforderungen des US EPA SNAP-Programms (für mit Personen besetzte und unbesetzte Bereiche) und weist folgende Umwelteigenschaften auf:

Null Treibhauspotenzial (Zero Global Warming Potential)

Kein Ozonabbaupotenzial (Zero Ozone Depletion Potential)

Keine atmosphärische Verweildauer

Nicht toxisch bei bestimmungsgemäßem Einsatz

Zertifizierungen: UL, UL Canada, UL EU (gem. DIN EN 15276-1), IECEx (EX-Zertifizierung für Ex-Zonen), USCG (U.S. Coast Guard), IMO und weitere. Im Jahr 2026 erhielten die Stat-X® Aerosol-Löschsysteme zudem die Bureau Veritas Type Approval Certification (23277/D1 BV) nach Bewertung gemäß IMO MSC.1/Circ.1270, gültig bis Oktober 2030. Damit erfüllen die Systeme die Anforderungen von SOLAS 74, dem FSS-Code sowie den HSC-Codes 1994/2000 und sind für den Einsatz in Maschinenräumen und weiteren geschlossenen Bereichen an Bord SOLAS-klassifizierter Schiffe bis zu einem Raumvolumen von 500 m³ zugelassen. Die Systeme erfüllen damit höchste Sicherheitsanforderungen für den Brandschutz in industriellen, maritimen und militärischen Anwendungen.

Auslegungsstandards: Für den Einsatz in Europa werden die Komponenten von Aerosollöschanlagen gemäß der DIN EN 15276-1 geprüft. Die DIN EN 15726-2 regelt die Planung & Installation der Löschanlagen. Alternativ können auch andere Standards für die Auslegung der Anlagen relevant sein: u.a. NFPA 2010, Marine-Standards u.v.m.

Aerosol-Löschmittel im Vergleich: Gas, Wasser, Schaum und Pulver

Im modernen Brandschutz stehen verschiedene Löschmittel zur Verfügung. Die richtige Wahl hängt vom Einsatzbereich, den zu schützenden Anlagen und dem Schutzziel ab. Ein direkter Vergleich zeigt die Stärken der Aerosol-Technologie auf einen Blick:

Löschmittel

Rückstände

   Sekundärschäden

   Rohrleitungen nötig

   Typischer Einsatz

Aerosol (Stat-X®)

   Minimal

   Minimal

   Nein

   Maschinen, Schaltschränke, Fahrzeuge, ESS

Gas (Inertgas, CO₂)

   Keine

   Minimal

   Ja

   Serverräume, Archive, Rechenzentren

Wasser

   Feucht

   Hoch

   Ja 

   Gebäude, Lagerhallen

Löschschaum

   Hoch

   Hoch

   Ja

   Treibstoff, Lagerbehälter

Pulver

   Sehr hoch

   Hoch

   Nein

   Fahrzeuge, Freiflächen

Aerosol-Löschsysteme benötigen keine Rohrleitungen und keinen Druckbehälter. Sie bieten eine überlegene Löschwirkung bei minimalem Platzbedarf, geringem Wartungsaufwand und niedrigen Wartungskosten – eine überzeugende Alternative zu klassischen Gaslöschsystemen überall dort, wo Platzmangel oder fehlende Infrastruktur herkömmliche Lösungen ausschließen.

Brandklassen und die richtigen Löschmittel

Brände werden nach dem brennenden Material klassifiziert. Die korrekte Einordnung eines Brandes ist entscheidend, denn nur wer weiß, was brennt, kann das geeignete Löschmittel auswählen. Der Einsatz eines falschen Mittels ist im besten Fall wirkungslos und ressourcenverschwendend, im schlimmsten Fall gefährlich oder sogar tödlich.

Brandklasse A – Feste brennbare Stoffe

Klasse-A-Brände umfassen gewöhnliche brennbare Materialien wie Holz, Papier, Textilien, Gummi und viele Kunststoffe – also alles, was Asche hinterlässt. Sie treten häufig in Wohn- und Bürogebäuden auf.

Klasse-A-Brände können tief in das Innere des Brennstoffs eindringen, was die Bekämpfung erschwert. Das wirksamste Löschmittel ist Wasser, da es den Brennstoff unter seine Zündtemperatur abkühlt. Alternativ eignen sich Trockenpulver-Feuerlöscher (z.B. mit Natriumbicarbonat), die die Kettenreaktion des Feuers unterbrechen, sowie Aerosole auf Kaliumbasis. CO₂-Löscher sind für Klasse-A-Brände in der Regel nicht zugelassen.

Brandklasse B – Brennbare Flüssigkeiten und Gase

Klasse-B-Brände entstehen durch entzündliche Flüssigkeiten und Gase wie Benzin, Diesel, Lacke, Alkohole und Schmierstoffe. Sie breiten sich schnell aus und entwickeln starke Hitze und Rauch.

Das Kühlen mit Wasser ist bei Klasse-B-Bränden meist nicht möglich – viele Flüssigkeiten haben einen Flammpunkt weit unter 0 °C, und Wasser sinkt unter Kohlenwasserstoffe. Effektive Löschmethoden sind Feuerlöschschaum (bildet eine Decke über der Flüssigkeit und entzieht ihr Sauerstoff), Trockenpulver sowie Aerosol, das sich besonders für geschlossene Räume eignet und stundenlangen Rückzündungsschutz bietet. CO₂ eignet sich für kleine Klasse-B-Brände in begrenzten Bereichen.

Brandklasse C – Elektrische Anlagen (in Deutschland: Klasse E nicht offiziell; international Klasse C)

Klasse-C-Brände betreffen stromführende elektrische Anlagen. Das oberste Ziel ist immer die Stromunterbrechung – durch Ausschalten, Sicherung herausnehmen oder Stecker ziehen. Erst danach lässt sich der verbleibende Brand als Klasse A oder B behandeln.

Solange Strom fließt, darf auf keinen Fall Wasser eingesetzt werden. Geeignet sind nicht-leitfähige Mittel wie CO₂-Löscher (für kleinere Brände, hinterlassen keinen Rückstand), Trockenpulver (wirksam, aber korrosiv für Elektronik) sowie Aerosol, das weder ozonabbauend noch klimaschädigend ist und sich besonders für Lithium-Ionen-Batteriesysteme und sensible elektrische Anlagen bewährt hat.

Brandklasse D – Metallbrände

Klasse-D-Brände entstehen durch brennende Metalle wie Magnesium, Aluminium, Titan, Natrium oder Lithium. Diese Brände erreichen Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius. Wasser darf unter keinen Umständen verwendet werden, da es zu heftigen Reaktionen führt (z.B. Zersetzung in Sauerstoff und Wasserstoff bei brennendem Magnesium).

Bei großflächigen Metallbränden ist oft nur ein Schutz angrenzender Bereiche möglich, während das Feuer ausbrennt. Für kleinere Metallbrände, typischerweise in der Metallverarbeitung, gibt es Spezialfeuerlöscher mit Mitteln wie Graphit, Natriumchlorid, Kupferpulver oder AVD (wässrige Vermiculit-Dispersion). Diese werden großzügig aufgetragen und bilden eine harte Kruste, die den Nachfluss von Sauerstoff ausschließt.

Brandklasse F (in den USA: Klasse K) – Speiseöle und Fette

Klasse-F-Brände betreffen Speiseöle, Fette und tierische Fette in gewerblichen Küchen. Speiseöl brennt bei sehr hohen Temperaturen und neigt selbst nach kurzem Löschen stark zur Rückzündung.

Wasser ist bei Klasse-F-Bränden absolut verboten: Es verdampft schlagartig und schleudert brennendes Öl explosionsartig aus dem Behälter. Das einzig zugelassene Löschmittel ist Nasschemie auf Basis von Kaliumacetat. Es verbindet sich mit dem Öl durch Verseifung zu einer nicht brennbaren, seifenartigen Schicht, die die Entstehung brennbarer Fettsäuredämpfe dauerhaft unterbindet, und kühlt gleichzeitig durch seinen Wasseranteil. Die meisten Küchenbrandsysteme sind als stationäre Anlagen über den Kochstellen installiert und werden oft automatisch durch Schmelzsicherungen ausgelöst.

Brandklasse L – Lithium-Ionen-Batterien (neu)

Mit der überarbeiteten internationalen Norm ISO 3941:2026 wurde Anfang 2026 erstmals eine eigene Brandklasse L für Brände von Lithium-Ionen-Batterien eingeführt. Bislang waren solche Brände keiner eigenen Klasse zugeordnet; reines, metallisches Lithium fällt weiterhin unter die Brandklasse D, während handelsübliche Li-Ion-Akkus durch ihr abweichendes Brandverhalten künftig gesondert eingestuft werden. Grund für die neue Klasse ist das sogenannte thermische Durchgehen (Thermal Runaway): Lithium-Ionen-Batterien können durch die in den Zellen gespeicherte elektrochemische Energie auch ohne Sauerstoffzufuhr von außen weiterbrennen oder sich erneut entzünden, wodurch klassische Löschmittel und -verfahren häufig nicht ausreichend wirken. Die Umsetzung in nationale Normen (DIN) sowie die Zulassung entsprechend zertifizierter Löschmittel und Feuerlöscher für die Brandklasse L stehen aktuell noch aus; zahlreiche Prüfungen und Normentwürfe für geeignete Löschgeräte befinden sich derzeit in Arbeit. Wir verfolgen die weitere Entwicklung aufmerksam und halten Sie an dieser Stelle über aktuelle Neuerungen auf dem Laufenden.

Internationale Klassifizierung im Vergleich

Brennstoff

Deutschland/EU

USA

Australien

Feste Stoffe

Klasse A

Klasse A

Klasse A

Brennbare Flüssigkeiten

Klasse B

Klasse B

Klasse B

Brennbare Gase

Klasse C

Klasse B

Klasse C

Elektrische Anlagen

(früher Klasse E)

Klasse C

Klasse E

Metallbrände

Klasse D

Klasse D

Klasse D

Speiseöle/Fette

Klasse F

Klasse K

Klasse F

Aerosol-Löschsysteme sind für Brandklassen A, B, C und F geeignet. Die Kenntnis der Brandklassen ist die Grundlage jeder professionellen Brandschutzplanung. Nur wenn bekannt ist, welche Brennstoffe in einem Bereich vorhanden sind, lässt sich das richtige Löschsystem oder der geeignete Feuerlöscher auswählen. Bei gemischten Brandklassen gilt: Die gefährlichere Klasse hat immer Vorrang.

 

Anwendungsbereiche von Aerosol-Löschanlagen

Aerosol-Löschanlagen schützen eine Vielzahl industrieller, mobiler und gebäudetechnischer Bereiche. Die Stärke der Stat-X® Technologie liegt in ihrer Vielseitigkeit und der Unabhängigkeit von fester Infrastruktur.

Maschinenräume und Motorräume

Stat-X Aerosol-Löschgenerator auf CNC-Maschine – autonomer Brandschutz für Industriemaschinen und FertigungsanlagenStat-X Aerosol-Löschgenerator auf einer CNC-Maschine montiert – autonomer Brandschutz für Industriemaschinen und Fertigungsanlagen

Brände in Maschinenräumen und Motorräumen entstehen typischerweise durch Überhitzung, Ölleckagen oder elektrische Fehler. Stat-X® Aerosol-Löschgeneratoren reagieren autonom am Brandherd und schützen Motoren, Antriebssysteme und Maschinenräume auch im unbeaufsichtigten Betrieb. Dank thermischer Aktivierung ist keine externe Energieversorgung erforderlich – ideal für abgelegene Standorte und mobile Maschinen.

 

Schaltschränke und elektrische Anlagen

In Schaltschränken, Steuerungsanlagen und elektrischen Räumen ist Wasser als Löschmittel grundsätzlich ausgeschlossen. Aerosol-Löschsysteme schützen diese sensiblen Bereiche zuverlässig: Das Aerosol ist nicht elektrisch leitend, hinterlässt keine korrosiven Rückstände und sichert die Verfügbarkeit der Anlage nach dem Löschvorgang.

 

Fahrzeuge und mobile Einrichtungen

Stat-X 500E Aerosol-Löschgenerator installiert im Maschinenraum eines Gittermast-Krans – Brandschutz für mobile Maschinen Stat-X Aerosol-Löschgenerator mit Auslassöffnungen im Maschinenraum – Aerosol-Verteilung beim Brandschutz in Fahrzeugen Stat-X Aerosol-Löschgeneratoren im Schaltschrankbereich eines Schaufelradbaggers – Brandschutz für schwere Bergbaumaschinen
Stat-X Aerosol-Löschgenerator im Motorraum eines Flughafenfahrzeugs – Brandschutz für Fahrzeuge und mobile Einrichtungen

Aerosol-Löschanlagen sind die bevorzugte Wahl für den Schutz von Fahrzeugen, Nutzfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und mobilen Baumaschinen. Stat-X® bietet spezielle Systeme für Motorräumen, Fahrgasträume und Energiespeichersysteme in elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

 

Windkraftanlagen

Stat-X Aerosol-Löschgeneratoren in Schaltschränken einer Windkraftanlage – autonomer Brandschutz für abgelegene Windturbinen

Gondeln von Windkraftanlagen befinden sich in großer Höhe und sind im Brandfall für die Feuerwehr schwer erreichbar. Kompakte Aerosol-Löschsysteme ohne Rohrleitungen lassen sich in den beengten Räumen der Gondel installieren und schützen Generator, Getriebe und Leistungselektronik autonom.

 

Energiespeichersysteme (ESS) und Lithium-Ionen-Batterien

Testergebnisse

Das Stat-X-Aerosol-Löschmittel wurde auf seine Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Li-Ion-Batteriebränden getestet. Dabei zeigte sich, dass das Stat-X-Mittel Einzel- und Doppelzellen-Batteriebrände erfolgreich löschte. Diese Tests wurden im Rahmen eines größeren Testprogramms für Batteriebrände durchgeführt. Fireaway Inc. beauftragte DNV GL mit der Prüfung, um die Stat-X-Produktlinie in das Programm aufzunehmen.

Aus den Tests des Stat-X-Aerosol-Löschsystems lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:

  1. Stat-X kann einen Li-Ion-Batteriebrand löschen.

  2. Verbleibendes Stat-X-Aerosol im Gefahrenbereich verhindert einen Rückbrand (Reflash).

  3. Stat-X kann den Sauerstoffgehalt in einer geschlossenen Umgebung während eines Batteriebrands reduzieren. Der DNV-GL-FA-Test zu O₂-Werten zeigt 18 % und keinen Abfall.

  4. Aufgrund der tiefsitzenden Natur eines gestapelten Batteriebrands entzog das Stat-X-Löschmittel der Zellinneren langsamer Wärme als der Außenseite.

  5. Die Verweildauer von Gasen und Aerosolen während des Stat-X-Einsatzes hängt davon ab, wann der Bereich belüftet wird.

Quelle: https://www.statx.com/solution/fire-suppression-energy-storage-systems-battery-energy-storage-systems/

Brandursache ist in den meisten Fällen nicht ein Defekt der Batteriezellen selbst, sondern die umgebende Technik – etwa Kühl-, Steuerungs- oder sonstige Systemkomponenten.

Stat-X Aerosol-Löschgeneratoren in einem Batteriespeicherraum – Brandschutz für Energiespeichersysteme ESS und BESS

Öl- und Gas-Industrie sowie Stromversorgung

Generatorräume, Transformatorräume, Schaltanlagen und entlegene Pumpstationen sind typische Anwendungsbereiche in der Energiewirtschaft. Aerosol-Löschsysteme bieten hier eine zuverlässige Lösung, die ohne permanente Wasserversorgung auskommt und in schwer zugänglicher Umgebung problemlos installiert werden kann.

 

Marine und Schifffahrt

Für Maschinenräume, Schiffsmotorräume und elektrische Schalträume auf Schiffen (Non-SOLAS Vessels) bieten Aerosol-Löschanlagen eine effiziente Schutzlösung ohne komplexe Rohrinstallation. Die Zertifizierungen durch die U.S. Coast Guard (USCG) und IMO bestätigen die Eignung für maritime Anwendungen.

 

Vorteile von Aerosol-Löschanlagen auf einen Blick

Hohe Löschwirkung: Brandbekämpfung bereits in der Entstehungsphase durch chemische Inhibition der Verbrennungsreaktion.

Keine Rohrleitungen erforderlich: Kompaktes, modulares System – einfache Installation auch in schwer zugänglichen Bereichen.

Geringe Rückstände: Im Gegensatz zu Pulverlöschanlagen hinterlässt Stat-X® nur minimale, ultra-feine Rückstände, die sich leicht absaugen oder abwischen lassen. Nach einer Auslösung ist zunächst eine Mindestwartezeit von 10 Minuten einzuhalten, bevor der Bereich belüftet, auf vollständige Löschung geprüft und gereinigt wird. Nach Austausch der verbrauchten Generatoren ist die Anlage wieder einsatzbereit.

Umwelt und Nachhaltigkeit: Zero Global Warming Potential, kein Ozonabbaupotenzial, keine atmosphärische Verweildauer.

Hervorragende Lebensdauer: Stat-X® Aerosol-Generatoren haben eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren mit minimalem Wartungsaufwand.

Geringer Wartungsaufwand: Kein regelmäßiges Nachfüllen wie bei Druckgasflaschen – deutlich niedrigere Wartungskosten im Vergleich zu herkömmlichen Löschsystemen.

Autonome Funktion: Thermische Aktivierung ohne Strom – das System schützt auch bei Stromausfall.

Personenschutz: US EPA SNAP gelistet für besetzte und unbesetzte Bereiche – nicht toxisch bei bestimmungsgemäßem Einsatz.

Breite Anwendungsbereiche: Von Maschinenräumen über Fahrzeuge bis hin zu Energiespeichersystemen und Windkraftanlagen.

Zertifizierter Brandschutz: UL, UL Canada, UL EU, IECEx, USCG, IMO und weitere internationale Zertifizierungen.

Über 750.000 installierte Systeme weltweit: Stat-X® ist in 94 Ländern im Einsatz – eine bewährte Technologie mit globaler Referenz.

Instandhaltung und Lebensdauer von Aerosol-Löschsystemen

Ein entscheidender Vorteil der Aerosol-Löschanlagen gegenüber konventionellen Löschsystemen ist der geringe Instandhaltungsaufwand. Stat-X® Aerosol-Generatoren sind versiegelte, stabile Einheiten, die keine regelmäßige Befüllung oder Druckprüfung erfordern. Die Lebensdauer der Generatoren beträgt je nach Typ bis zu 15 Jahre – bei deutlich niedrigeren Wartungskosten als vergleichbare Gaslöschsysteme mit Druckflaschen und Rohrnetz.

Die Instandhaltung beschränkt sich im Wesentlichen auf eine regelmäßige Sichtprüfung, die Überprüfung der Aktivierungseinheit und – im Fall elektrischer Systeme – die Kontrolle der Steuertechnik. Umbra FSP unterstützt Betreiber, Errichter und Installateure bei allen Fragen zu Instandhaltung, Komponenten-Nachbestellung und technischer Dokumentation.

Ihr Partner für Aerosol-Löschanlagen in Deutschland

Die Umbra FSP GmbH mit Sitz in Berlin ist Ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um Aerosol-Löschsysteme und Aerosol-Löschmittel. Als exklusiver Distributor von Stat-X® für Deutschland bieten wir Ihnen:

  • Professionelle Beratung zu allen Aerosol-Löschanlagen und Löschmitteln

  • Unterstützung bei der individuellen Planung und Auslegung des Löschsystems für Ihren spezifischen Einsatzbereich

  • Technische Schulungen für Errichter, Installateure und Betreiber

  • Lieferung von Systemkomponenten, Löschgeneratoren, Montagematerial und Ersatzteilen

  • Schnelle und zuverlässige Unterstützung im Brandschutz

Haben Sie Fragen zu unseren Aerosol-Löschanlagen oder Löschsystemen? Sprechen Sie uns an – wir finden gemeinsam die passende Brandschutzlösung für Ihren Einsatzbereich.

Jetzt Kontakt aufnehmen → www.umbra-fsp.de/contact.html

 

Häufig gestellte Fragen zu Aerosol-Löschanlagen (FAQ)

Was ist eine Aerosol-Löschanlage?

Eine Aerosol-Löschanlage ist ein automatisches Brandschutzsystem, das beim Auslösen eine ultrafeine Suspension aus Kaliumcarbonat-Partikeln (≤ 2 µm) und Stickstoffgas erzeugt. Diese Aerosol-Mischung verteilt sich gleichmäßig im Schutzraum und unterbricht die Verbrennungsreaktion durch chemische Inhibition. Aerosol-Löschanlagen benötigen keine Rohrleitungen, keine Druckbehälter und kein Wasser – sie sind kompakt, autonom und besonders für schwer zugängliche Bereiche geeignet.

Wie funktioniert ein Aerosol-Löschgenerator?

Ein Aerosol-Löschgenerator (auch Aerosolgenerator genannt) ist eine versiegelte Einheit, die beim Aktivierungssignal (elektrisch, thermisch oder manuell) ein proprietäres Wirkmittel durch exotherme Oxidation zur Reaktion bringt. Dabei entstehen ultrafeine Kaliumcarbonat-Partikel und Stickstoffgas, die durch Kühlblock und Auslassöffnungen in den Schutzbereich geleitet werden. Der gesamte Löschvorgang erfolgt innerhalb weniger Sekunden.

Was ist der Unterschied zwischen Aerosol-Löschanlagen und Gaslöschanlagen?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Technologie und der Infrastruktur. Gaslöschanlagen (z. B. Inertgas oder CO₂) fluten den gesamten Raum mit einem gasförmigen Löschmittel – dafür sind Druckflaschen, Rohrleitungen und Düsen erforderlich. Aerosol-Löschsysteme erzeugen dagegen ein Gemisch aus Partikeln und Gasen direkt am Generator, ohne feste Rohrleitungen. Aerosol-Löschanlagen sind kompakter, einfacher zu installieren und haben niedrigere Wartungskosten. Zudem sind Aerosol-Löschmittel umweltfreundlich und enthalten keine Treibhausgase. Gaslöschanlagen eignen sich besonders für Raumschutzanwendungen (z. B. Serverräume, Archive), während Aerosol-Systeme vor allem für Objektschutz und schwer zugängliche Bereiche bevorzugt werden.

Ist Aerosol-Löschmittel für den Menschen gefährlich?

Stat-X® Aerosol-Löschmittel ist vom US EPA als nicht toxisch eingestuft und für besetzte sowie unbesetzte Bereiche (SNAP-gelistet) zugelassen. Bei bestimmungsgemäßem Einsatz und entsprechender Planung besteht kein Risiko für den Mensch im Schutzbereich. Der Personenschutz steht bei der Auslegung eines jeden Aerosol-Löschsystems an erster Stelle. Im Gegensatz zu CO₂-Löschanlagen, die in hohen Konzentrationen lebensgefährlich sein können, ist Aerosol-Löschmittel bei sachgemäßer Anwendung sicher für Menschen.

Wie lange ist die Lebensdauer eines Aerosol-Generators?

Stat-X® Aerosol-Generatoren haben je nach Typ eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren. Die Lebensdauer ist deutlich höher als bei vergleichbaren Druckgasflaschen, die regelmäßig geprüft und nachgefüllt werden müssen. Die langen Wartungsintervalle und die hohe Lebensdauer der Generatoren reduzieren die Gesamtbetriebskosten erheblich.

Welche Wartungskosten entstehen bei Aerosol-Löschsystemen?

Aerosol-Löschanlagen verursachen im Vergleich zu Gaslöschanlagen deutlich geringere Wartungskosten. Da keine Druckflaschen, Rohrleitungen oder regelmäßige Druckprüfungen erforderlich sind, beschränkt sich der Wartungsaufwand im Wesentlichen auf Sichtprüfungen und die Kontrolle der Aktivierungseinheit. Der niedrige Wartungsaufwand macht Aerosol-Löschsysteme besonders attraktiv für abgelegene Standorte und Anlagen mit eingeschränktem Servicezugang.

Für welche Bereiche eignen sich Aerosol-Löschanlagen besonders?

Aerosol-Löschanlagen eignen sich besonders für: Maschinenräume, Motorräume, Generatorräume, Schaltschränke, Windkraftanlagen, Schienenfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Fahrzeuge, Energiespeichersysteme (ESS) mit Lithium-Ionen-Batterien, Laborabzüge, CNC-Maschinen, Pumpstationen, marine Maschinenräume sowie alle Bereiche, in denen keine Rohrleitungen verlegt werden können oder Wasser als Löschmittel nicht in Frage kommt.

Welche Zertifizierungen haben Stat-X® Aerosol-Löschanlagen?

Stat-X® Aerosol-Löschsysteme sind von folgenden Stellen geprüft und zertifiziert: UL (USA), UL Canada, UL EU (Europa), IECEx (internationale Ex-Zertifizierung für Gefahrenbereiche), USCG (U.S. Coast Guard für marine Anwendungen), IMO sowie ACTIVFIRE (Australien). Die Systeme erfüllen damit die strengsten internationalen Anforderungen an Brandschutztechnik für industrielle, maritime und mobile Anwendungen.

Kann ich Aerosol-Löschanlagen als Alternative zu Sprinkleranlagen einsetzen?

Aerosol-Löschanlagen sind in bestimmten Bereichen eine sinnvolle Alternative zu Sprinkleranlagen – insbesondere dort, wo Wasser als Löschmittel nicht geeignet ist (z. B. elektrische Anlagen, Schaltschränke, Maschinen). Für den großflächigen Raumschutz in Gebäuden (z. B. Lagerhallen) bleiben Sprinkleranlagen die erste Wahl. Aerosol-Systeme ergänzen herkömmliche Brandschutzkonzepte als präzise Objektschutz-Lösung für spezifische Risikobereiche, die eine Sprinkleranlage z.B. nicht erreichen kann.

Wie erfolgt die Branderkennung bei Aerosol-Löschanlagen?

Die Branderkennung bei Aerosol-Löschanlagen kann auf drei Wegen erfolgen: (1) Elektrisch durch ein externes Brandmeldesystem mit Rauch-, Wärme- oder Flammendetektor, das ein Signal über eine zugelassene Steuerzentrale an den Generator sendet. (2) Thermisch durch den patentierten Thermokopf von Stat-X®, der bei Erreichen einer definierten Temperatur automatisch auslöst – keine externe Energiezufuhr notwendig. (3) Manuell durch direktes Auslösen. Die thermische Aktivierung macht Stat-X® zu einem vollständig autonomen System, das auch bei Stromausfall oder in unbeaufsichtigten Bereichen zuverlässig schützt.